
Aston Martin nahm für den Großen Preis von Ungarn 16 Änderungen am AMR26 vor. Fernando Alonso testete das neue Paket im Freitagstraining.
Die Änderungen betreffen die Nase, den Frontflügel, den Unterboden, die Seitenkästen und die Hinterradaufhängung. Jedes Teil trägt zu einer optimierten Luftströmung unter dem Fahrzeug bei.
Das Paket verändert den gesamten Luftstrom.
Das Paket ist umfangreicher als eine normale, streckenspezifische Anpassung. Aston Martin hat die Verbindungsflächen vom Frontflügel bis zum Diffusor verändert.
Die freiliegende Bodenkante erstreckt sich nun über eine größere Fläche. Diese Kante leitet mehr Luft in den Raum neben dem Hinterreifen.
Der Luftstrom erreicht dann den Diffusor an der Rückseite des Fahrzeugbodens. Eine stärkere Luftzufuhr ermöglicht es dem Diffusor, über einen größeren Bereich von Fahrzeughöhen zu arbeiten.
Dies ist wichtig, wenn sich das Heck des Wagens während einer Runde hebt. Aston Martin strebt in verschiedenen Kurventypen ein stabiles Fahrverhalten an.
Der Hungaroring bietet langsame Kurven, langgezogene Kehren und häufige Richtungswechsel. Das Training am Freitag bot daher mehrere nützliche Tests für die neue Fahrbahnoberfläche.
Während dieser Testfahrten war Alonsos Wagen teilweise mit grüner Strömungsvisualisierungsfarbe bedeckt. Die Farbe zeigte den Ingenieuren, wo die Luft über die überarbeitete Karosserie strömte.
Eine schmalere Nase verändert die Strömung am Frontflügel.
Der AMR26 verfügt nun über eine schmalere Nase mit einer neu gestalteten Unterseite. Diese Konstruktion leitet mehr Luft zwischen Nase und Vorderrädern.
Die Elemente des vorderen Kotflügels weisen über ihre Breite ein anderes Profil auf. Die überarbeitete Endplattenverkleidung biegt sich nun stärker nach innen.
Die obere Schaufel sitzt weiter vorne und ist steiler nach unten gerichtet. Diese Formgebung verändert den Druck um jeden rotierenden Vorderreifen.

Das unterste Flügelelement steigt in der Nähe der Endplatte ebenfalls höher an. Dadurch entsteht mehr Raum für Luft unter dem äußeren Flügelabschnitt.
Mehr von dieser Luft kann im Inneren des Vorderrads zirkulieren. Ein Teil dieses Luftstroms strömt direkt zur Mitte des Fahrzeugbodens.
Ein weiterer Teil folgt der größeren, freiliegenden Kante unterhalb des Seitenkastens. Die vorderen Änderungen bereiten die Luft daher auf, bevor sie den Boden erreicht.
Neue Dielen haben eine einfachere Form.
Aston Martin hat außerdem die Verkleidungen hinter den Vorderrädern neu gestaltet. Diese Bauteile regulieren die durch die rotierenden Reifen erzeugten Luftverwirbelungen.
Die Hauptplatine sitzt nun tiefer als bei der Vorgängerversion. Ihre horizontalen Elemente sind weiter nach hinten verlagert.
Mehrere kleine Leitbleche hinter der alten Platine sind verschwunden. Die einfachere Anordnung lässt vermuten, dass dieser Bereich bereits von einem stärkeren Luftstrom erreicht wird.
| Team | Aston Martin |
|---|---|
| Auto | AMR26 |
| Verpackung | 16 aktualisierte Bereiche |
| Erster Streckentest | Training zum Großen Preis von Ungarn |
Weniger Führung ist erforderlich, bevor die Luft in den Boden eintritt. Die Platten können stattdessen den Luftstrom unterhalb der Nase stützen.
Beide Luftströme treffen sich im vorderen Bereich des überarbeiteten Bodens. Die größere Bodenkante leitet die Luft dann zum Hinterrad.
Diese Route unterstützt den Unterdruckbereich unterhalb des Seitenkastens. Sie verbindet außerdem die Arbeiten am Frontflügel mit den Änderungen am Diffusor.
Die Seitenkästen schaffen einen größeren unteren Kanal
Der Lufteinlass an den Seitenkästen befindet sich weiterhin unterhalb eines breiten oberen Karosserieteils. Die Abdeckung über der Kühleröffnung ist nun jedoch breiter.
Der Winkel ist auch weniger steil als vor Ungarn. Der Seitenkasten selbst ist in seinem vertikalen Profil schlanker geworden.
Durch diese Änderung vergrößert sich der offene Kanal unterhalb der Hauptkarosserie. Die Oberseite bleibt im hinteren Bereich länger breit.

Diese Kombination erzeugt einen größeren Unterdruckbereich unterhalb des Seitenkastens. Die Luft strömt schneller durch diesen Bereich und entlang der Bodenkante.
Die Strömung lenkt dann nach innen, bevor sie den Hinterreifen erreicht. Diese Bewegung speist den schmalen Spalt neben der Diffusorwand.
Aston Martin hat außerdem die hinteren Querlenker und deren äußere Abdeckungen geändert. Diese Teile befinden sich nun innerhalb des gleichen, überarbeiteten Luftstroms.
Das Freitagstraining liefert erste Daten zu den Upgrades von Aston Martin.
Alonso führte während der ersten Trainingssitzungen sichtbare Evaluierungsarbeiten durch. Die Strömungsmarkierung diente als direkter Vergleich mit den Windkanalprognosen.
Die Ingenieure konnten nach jedem Lauf die sauberen und die lackierten Bereiche vergleichen. Sie untersuchten auch das Reifenverhalten, während die Strecke an Haftung gewann.
Das Gesamtpaket ist auf eine höhere Fahrzeughöhe hinten ausgelegt. Diese Position führt zu einem steileren Winkel zwischen Boden und Spurweite.
Der Designer Adrian Newey hat diesen Ansatz bereits bei früheren Fahrzeugen angewendet. Die neuen Teile machen die Idee unter den aktuellen Regeln besser umsetzbar.
Aston Martin präsentierte keine einzelne Änderung als isolierte Lösung. Nase, Flügel, Boden und Seitenkästen bilden ein zusammenhängendes System.
Die Testfahrten am Freitag lieferten dem Team die ersten Streckendaten aus diesem System. Nach dem Test in Ungarn sind weitere Änderungen geplant.
Die Arbeiten in Budapest schufen eine Referenz für spätere Entwicklungen. Sie zeigten auch, wie der AMR26 die Luft nun unter das Fahrzeug leitet.
Das Ergebnis ist ein klares technisches Update anstelle eines weiteren Qualifikationsberichts. Beide Fahrer können das Paket in den verbleibenden Rennsitzungen vergleichen. Diese Sitzungen beinhalten die höheren Treibstoffmengen, die während des Grand Prix verwendet wurden.
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