Haas absolvierte einen zweitägigen Formel-1-Test auf dem Fuji Speedway in Japan. Sho Tsuboi fuhr am Dienstag, bevor Nirei Fukuzumi am Mittwoch übernahm. Beide Fahrer absolvierten ihre Testfahrten vor den auf der Haupttribüne versammelten Fans.
Die Veranstaltung war ein weiterer Baustein der technischen Partnerschaft zwischen Haas und Toyota Gazoo Racing. Dabei kam ein älteres Haas-Fahrzeug unter Formel-1-Testregeln zum Einsatz. Dieses Format ermöglichte echte Streckenzeit, ohne das laufende Meisterschaftsprogramm zu beeinträchtigen.
Tsuboi brachte umfangreiche Erfahrung aus Japans führenden nationalen Rennserien mit. Fukuzumi hingegen verfügte über einen anderen Hintergrund aus der Super Formula und der Super GT. Ihre zwei Tage brachten japanische Rennsporttalente mit einem aktiven Formel-1-Team zusammen.
Zwei japanische Karrieren treffen im selben Auto aufeinander
Tsuboi zählt zu den erfolgreichsten aktiven Fahrern im japanischen Motorsport. Er gewann vier Super-GT-Titel in der Königsklasse GT500. Nach einer konstant guten Saison sicherte er sich zudem die Super-Formula-Meisterschaft 2024.
Der Auftritt in Fuji war nicht Tsubois erste Erfahrung mit einem Haas. Er war bereits zuvor bei einem privaten Test für das Team gefahren. Durch diese vorherige Erfahrung waren ihm die Abläufe im Fahrzeug vertrauter.
Fukuzumi ging mit einer beeindruckenden Erfolgsbilanz in Japan in den Test. Er gewann die Super GT GT300-Meisterschaft in der Saison 2019. Zudem trat er regelmäßig in der Super Formula gegen viele führende japanische Fahrer an.
Am Mittwoch hatte Fukuzumi erstmals die Gelegenheit, einen Formel-1-Wagen zu fahren. Dieser Schritt brachte deutlich höhere Bremskräfte und besseren aerodynamischen Grip mit sich. Die lange Gerade in Fuji ermöglichte es ihm zudem, die anhaltende Beschleunigung eines Formel-1-Wagens kennenzulernen.

Fuji stellte das Programm japanischen Unterstützern vor.
Der Fuji Speedway blickt auf eine lange Verbindung zum internationalen und japanischen Rennsport zurück. Die Rennstrecke war bereits Austragungsort des Großen Preises von Japan in der Formel 1. Ihr modernes Layout kombiniert eine sehr lange Gerade mit einem technisch anspruchsvollen Schlusssektor.
Die erste Kurve folgt auf eine der längsten Vollgaspassagen im Motorsport. Die Fahrer erreichen sie mit hoher Geschwindigkeit und müssen stark bremsen. Diese Sequenz ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen Vertrauen und Bremskontrolle.
Der letzte Teil der Runde führt über langsamere Kurven und wechselnde Steigungen. Die Traktion ist entscheidend, da jede Kurvenausfahrt die darauffolgende kurze Beschleunigung beeinflusst. Eine saubere Kurvenausfahrt am Ende der Runde trägt die Geschwindigkeit dann auf die Start-Ziel-Gerade.
Die Fans konnten beide Fahrer während des Programms von der Tribüne aus beobachten. Diese öffentliche Atmosphäre unterschied die Veranstaltung von einem nicht-öffentlichen Entwicklungstag. Sie ermöglichte den Toyota-Anhängern zudem einen direkten Einblick in die Partnerschaft.
Ein älteres Auto leistet immer noch gute Dienste
Testfahrten mit einem Vorgängermodell vermitteln den Fahrern ein Gefühl für die Geschwindigkeit moderner Formel-1-Fahrzeuge. Lenkung, Bremsen und aerodynamische Belastung bleiben weit über dem Niveau der meisten anderen Rennserien. Längere Fahrten zeigen zudem, wie sich die körperliche Anstrengung im Laufe einer Session steigert.
Die Haas-Ingenieure erhielten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Feedback von zwei Fahrern. Jeder Fahrer beschrieb die Balance des Wagens in denselben Kurven. Unterschiedliche Beschreibungen liefern oft nützliche Details zum Fahrverhalten.
Die Fahrer üben auch die Abläufe eines Formel-1-Einsatzes. Dazu gehören die Lenkradeinstellungen, die Boxenausfahrt und die Kommunikation mit den Ingenieuren. Diese Routine lässt sich in einer anderen Rennserie nur schwer vollständig nachbilden.
Tsuboi und Fukuzumi absolvierten an aufeinanderfolgenden Tagen separate Trainingsprogramme. Beide Fahrer arbeiteten mit den Haas-Ingenieuren auf der gleichen Strecke in Fuji. Beide verließen die Veranstaltung mit absolvierten Formel-1-Kilometern.

Die Beziehung zwischen Haas und Toyota wächst stetig.
Haas und Toyota gaben ihre technische Partnerschaft während der Saison 2024 bekannt. Toyota Gazoo Racing steuert Expertise, Einrichtungen und Entwicklungsunterstützung bei. Haas bietet Zugang zum aktiven Formel-1-Umfeld.
Private Tests sind zum sichtbarsten Bestandteil dieser Partnerschaft geworden. Sie bieten Fahrern, die mit dem Rennsystem von Toyota verbunden sind, neue Möglichkeiten. Haas erhält dadurch zusätzliche Einsatzzeiten mit erfahrenen Profifahrern.
Die Partnerschaft ändert nichts an Haas' Position als Formel-1-Konstrukteur. Sie eröffnet dem Team einen weiteren Weg der technischen und sportlichen Zusammenarbeit. Fuji hat diese Arbeit im Heimatmarkt von Toyota angesiedelt.
Tsuboi und Fukuzumi verließen die Veranstaltung mit unterschiedlichen persönlichen Meilensteinen. Tsuboi konnte einen weiteren Tag Formel-1-Erfahrung sammeln. Fukuzumi absolvierte sein erstes Formel-1-Rennen.
Japanische Fahrer sammelten Formel-1-Kilometer zu Hause
Japan verfügt bereits über starke Profi-Meisterschaften außerhalb der Formel 1. Die Super Formula-Fahrzeuge erfordern hohe Geschwindigkeiten und präzise Aerodynamik. Die Super GT kommt mit Verkehr, Teamwork und langen Rennphasen hinzu.
Der Test in Fuji verband diese Fähigkeiten mit der Formel-1-Technik. Er belohnte die in Japan erzielten Erfolge mit echter Streckenzeit. Beide Fahrer hatten nach einer beachtlichen Karriere in ihrer Heimat das Programm erreicht.
Die Tribüne war während des öffentlichen Tests voll besetzt. Die Fans konnten die japanischen Fahrer aus nächster Nähe bei der Zusammenarbeit mit den Haas-Ingenieuren beobachten. Dieses Bild verdeutlichte die technische Partnerschaft.
Haas beendete den Test in Fuji mit zwei abgeschlossenen Fahrerprogrammen. Tsuboi festigte seine bestehende Verbindung zum Team. Fukuzumi sammelte wichtige neue Erfahrungen in seiner Karriere.
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