Mercedes-Kommunikationschef Bradley Lord hat erläutert, wie das Team die öffentlichen Auftritte seiner Fahrer organisiert. Seine Abteilung plant Interviews, Pressekonferenzen und die Zusammenarbeit mit Partnern während jedes Rennwochenendes.
Lord fungiert außerdem als stellvertretender Teamchef. Diese kombinierte Funktion verbindet die öffentliche Kommunikation mit den täglichen Teamentscheidungen. Die Arbeit geht vor, während und nach jedem Grand Prix weiter.
Ein Rennwochenende beginnt schon vor der Ankunft der Fahrer.
Die Kommunikationsabteilung erstellt die Zeitpläne, bevor das Team an die Rennstrecke fährt. Sie erhält Anfragen von Fernsehsendern, Printmedien und der Formel 1. Auch Partnerauftritte benötigen feste Termine. Die Fahrer nehmen zudem an Ingenieursbesprechungen, Streckenbegehungen und Trainingseinheiten zur körperlichen Vorbereitung teil. Medientermine füllen die verbleibenden Zeitfenster im Zeitplan. Kurzfristige Änderungen können mehrere Abteilungen gleichzeitig betreffen.
Das Kommunikationsteam arbeitet daher mit einem gemeinsamen Zeitplan. Dieser dokumentiert jeden Auftritt eines Fahrers und jedes Meeting. Außerdem wird genügend Zeit für die Fortbewegung innerhalb großer Rennstreckenkomplexe eingeplant.
Unterschiedliche Vorstellungsgespräche erfordern unterschiedliche Vorbereitungen
Ein Fernsehinterview kann sich auf die letzte Sitzung konzentrieren. In einem längeren Interview können die Karriere oder private Interessen des Fahrers thematisiert werden. Schriftliche Interviews erfordern oft detailliertere Antworten. Die Mitarbeiter erläutern vor jedem Gespräch das Thema und die voraussichtliche Dauer. Sie schreiben nicht alle Antworten für den Fahrer vor. Die Vorbereitung hilft dem Fahrer, das Format und die zur Verfügung stehende Zeit zu verstehen.
Manche Fragen betreffen technische Informationen, die nicht weitergegeben werden dürfen. Andere betreffen Verträge oder private Angelegenheiten. Die Kommunikationsabteilung hilft dabei, vor Beginn des Interviews klare Grenzen festzulegen.
Die Ergebnisse können den Plan innerhalb von Minuten verändern.
Ein Podiumsplatz zieht nach dem Rennen mehr Interviews und offizielle Verpflichtungen nach sich. Ein Rücktritt kann sorgfältige, sachliche Erklärungen erfordern.

Strafen können dazu führen, dass das Team auf das Endergebnis warten muss. Die Mitarbeiter warten auf offizielle Entscheidungen, bevor sie eine Stellungnahme abgeben. Sie besprechen die Ursache eines Vorfalls mit den Ingenieuren und dem Teammanagement. Dieses Vorgehen reduziert widersprüchliche Aussagen in öffentlichen Mitteilungen.
Schnelligkeit ist nach wie vor wichtig, da Journalisten unter Zeitdruck arbeiten. Das Team benötigt eine klare und verständliche Botschaft. Präzise Formulierungen sind hilfreicher als eine voreilige, unbegründete Behauptung.
Die Fahrer bleiben zentraler Bestandteil der öffentlichen Botschaft.
Formel-1-Fahrer sprechen in Interviews mit ihrer eigenen Stimme. Ihre Reaktionen liefern den Fans nach Qualifying und Rennen direkte Informationen. Die Kommunikationsabteilung sorgt für Kontext und Struktur. Fahrer zögern manchmal, bevor sie ein schwieriges Ergebnis besprechen. Medizinische Untersuchungen und technische Nachbesprechungen finden unter Umständen zuerst statt. Anschließend verschieben die Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung die Interviews auf einen späteren Zeitpunkt.
Konsistenz erfordert nicht, dass beide Fahrer identische Antworten geben. Jeder Fahrer hat das Auto anders wahrgenommen. Das Team kann dennoch einen korrekten Bericht über bestätigte technische Fakten liefern.
Lords umfassendere Rolle verbindet die Kommunikation mit dem Management.
Lord hat mit Mercedes Über viele Saisons und Meisterschaftskampagnen hinweg. Seine aktuelle Position umfasst auch die Aufgaben des stellvertretenden Teamchefs. Dieser Einblick ermöglicht ihm einen umfassenden Überblick über die Prioritäten des Teams. Die Kommunikation mit Mitarbeitern außerhalb der Rennstrecke gehört ebenfalls zu seinen Aufgaben. Werksmitarbeiter, Partner und Führungskräfte erhalten an wichtigen Wochenenden regelmäßig Updates. Interne Informationen erfordern dieselbe Sorgfalt wie öffentliche Mitteilungen.
An einem geräumten Wochenende ist die Abteilung selten zu sehen. Ihre Arbeit wird durch organisierte Interviews und klare Statusberichte sichtbar.

Lords Erklärung zeigt, wie viel Planung hinter diesen kurzen öffentlichen Momenten steckt.
Briefings geben jedem Interview einen definierten Zweck.
Die Kommunikationsabteilung prüft vor jedem Medienauftritt das geplante Thema. Ein Fernsehinterview erfordert kürzere Antworten als ein schriftlicher Artikel. Eine Pressekonferenz bringt zudem beide Fahrer gleichzeitig vor mehrere Medienvertreter.
Die Vorbereitung umfasst aktuelle Sportfakten und die damit verbundenen, wahrscheinlichen Fragen. Das Team erstellt kein vollständiges Antwortskript. Die Fahrer verwenden ihre gewohnte Ausdrucksweise, während die Mitarbeiter den relevanten Kontext liefern.
Das Ergebnis eines Rennens ändert den Zeitplan sofort.
Die Interviews nach dem Rennen beginnen wenige Minuten nach der Zielflagge. Ein Podiumsplatz bringt zusätzliche Aufgaben für Kommentatoren und Presse mit sich. Bei einem Ausfall verläuft das Rennen anders, da die Ingenieure zunächst Informationen vom stehengebliebenen Fahrzeug benötigen.
Lord stimmt diese Anforderungen mit dem sportlichen Programm ab. Der Medienterminplan darf weder obligatorische Abläufe noch Teambesprechungen verzögern. Die Kommunikation orientiert sich daher am Zeitplan der Veranstaltung und agiert nicht als separate Formel-1-Abteilung.
Eine Gruppe umfasst Fahrer, Ingenieure und leitende Angestellte.
Lord schloss sich an Mercedes Seit 2011 leitet er die Kommunikationsarbeit des Formel-1-Teams. Seine Abteilung ist verantwortlich für Medientermine, Pressemitteilungen und Interviews während des gesamten Rennprogramms. Zu seinen Aufgaben gehören auch technische Themen, die von Ingenieuren und Teamleitern verständlich erklärt werden müssen.
Rennwochenenden bieten mehrere feste Medientermine. Die Fahrer geben am Donnerstag nach dem Qualifying und nach dem Grand Prix Interviews. Fernsehinterviews finden in der Regel zuerst statt, da die Sender unter Zeitdruck arbeiten. Längere schriftliche Interviews können folgen, sobald der Zeitplan es zulässt.
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