
Honda wird am Mittwoch auf dem Hungaroring seinen überarbeiteten Formel-1-Motor testen. Der Motor wird für einen geplanten Filmtag in den Aston Martin AMR26 eingebaut. Es ist der erste Renneinsatz dieser Version des Motors.
Der Test folgt auf Aston Martins stärkstes Wochenende in einer ansonsten schwierigen Saison. Lance Stroll belegte in Ungarn den 13. Platz, Fernando Alonso direkt hinter ihm. Beide Fahrer berichteten von einer besseren Balance des überarbeiteten AMR26-Pakets.
Ein erster Lauf vor der Sommerpause
Honda-Streckenmanager Shintaro Orihara gab den Plan nach dem Großen Preis von Ungarn bekannt. Er sagte, das Team habe während des Rennwochenendes Temperatur- und Installationsdaten gesammelt. Die Ingenieure werden diese Messwerte während des Kurztrainings nutzen.
Ein Filmtag unterliegt strengeren Vorgaben als ein normaler Formel-1-Test. Das Team erhält nur eine begrenzte Anzahl an Testfahrten mit Demonstrationsreifen. Aston Martin konzentriert sich daher auf grundlegende Überprüfungen und die Erfassung sauberer Daten.
Das überarbeitete System war ursprünglich für das Wochenende des Großen Preises der Niederlande vorgesehen. Honda plant weiterhin, die neue Spezifikation beim Rennen in Zandvoort einzusetzen. Der Test in Ungarn dient als kontrollierter Systemcheck vor diesem Renndebüt.
Der Mittwoch liegt zudem vor der obligatorischen Sommerpause der Formel 1. Die Fabriken schließen dann gemäß dem Sportreglement für einen festgelegten Zeitraum. Der Zeitpunkt ermöglicht den Ingenieuren eine letzte Trainingseinheit auf der Strecke, bevor diese Pause beginnt.
Orihara beschrieb den Drehtag als Hondas ersten Streckentest mit Aston Martin. Die neue Spezifikation hat im AMR26 noch keine Runde absolviert. Die Session am Mittwoch liefert beiden Ingenieurteams die ersten Daten vom kompletten Einsatz.
Ungarn lieferte eine bessere Ausgangslage.
Aston Martin brachte beim Großen Preis von Ungarn ein stark überarbeitetes Auto an den Start. Das Paket veränderte mehrere sichtbare Bereiche und schuf eine neue Arbeitsbasis. Beide Fahrzeuge erreichten am Sonntag Positionen vor Cadillac, Williams und Haas.

Alonso erreichte zum ersten Mal in dieser Saison das zweite Qualifying. Später erklärte er, das Auto habe sich wie in den Simulationen vorhergesagt verhalten. Diese Übereinstimmung ist wichtig, wenn ein Team mehrere zusammenhängende Änderungen gleichzeitig vornimmt.
Stroll führte das Duo nach einem ausgeglichenen Rennen im Ziel an. Keiner der beiden Fahrer holte Punkte, doch der Abstand zum Mittelfeld verringerte sich. Dass beide Autos das Rennen beendeten, lieferte den Ingenieuren eine solidere Ausgangsbasis.
Der AMR26 stellt nach den aktuellen Vorschriften ein neues Konzept dar. Aston Martin hat die ersten Monate damit verbracht, seine Balance und die Anforderungen an die Kühlung zu ermitteln. Der Wechsel des Antriebsaggregats ist ein weiterer Baustein in dieser laufenden Integrationsarbeit.
Aston Martin fuhr am Sonntag auf dem Hungaroring und verfügt über aktuelle Streckendaten. Wetter- und Streckenbedingungen werden am Drehtag abweichen. Die Renndaten liefern dennoch einen Anhaltspunkt für Temperaturen und Systemverhalten.
Honda bereitet die Einführung in Zandvoort vor
Der Große Preis der Niederlande eröffnet den zweiten Teil der Formel-1-Saison. Nach der langen Sommerpause beginnen die Trainings in Zandvoort. Honda möchte die überarbeitete Einheit vor dem ersten Wettbewerb überprüfen lassen.
Moderne Antriebseinheiten kombinieren einen Verbrennungsmotor mit komplexen elektrischen Systemen. Jede Verbindung interagiert zudem mit Kühlung, Software und Energieverteilung. Ein Drehtag ohne schädliche Umwelteinflüsse ermöglicht es dem Team, diese Verbindungen mit geringem Risiko zu überprüfen.
Die überarbeitete Einheit wird mit den Kühl- und Elektrosystemen von Aston Martin kompatibel sein. Honda-Ingenieure werden die Temperaturen und die Energiezufuhr während der kurzen Testfahrt überwachen. Aston Martin kann diese Messwerte mit den während des Grand Prix gesammelten Daten vergleichen.
| Auto | Aston Martin AMR26. |
|---|---|
| Triebwerk | Aktualisierte Honda-Spezifikation |
| Streckenlauf | Drehtag für Hungaroring |
| Renndebüt | Niederländischer Grand Prix |

Alonso bezeichnete das ungarische Paket als positiven Schritt für Qualifying und Rennpace. Er betonte außerdem, dass sich das Team noch in einer frühen Entwicklungsphase befinde. Das Motoren-Update werde ein weiterer, wohlüberlegter Schritt in diesem Prozess sein.
Die Verwendung von Demonstrationsreifen und die begrenzte Laufleistung machen direkte Rundenzeitvergleiche unzuverlässig. Die Ingenieure werden stattdessen Temperaturen, Drücke und die elektrische Kommunikation überwachen. Diese Prüfungen können vor Beginn des Freitagstrainings in den Niederlanden abgeschlossen werden.
Die AMR26 bleibt in Budapest
Aston Martin wird den AMR26 nach dem Grand Prix auf dem Hungaroring behalten. Honda-Ingenieure werden die Installation und die ersten Testfahrten unterstützen. Das Programm findet unabhängig vom regulären Rennwochenende und den Reifentests statt.
Die ersten Runden liefern den Ingenieuren Messwerte zu Temperaturen, Drücken und elektrischen Parametern. Sie überprüfen außerdem die Kommunikation zwischen Antriebseinheit und Fahrzeug. Dies sind Standardprüfungen für eine neue Spezifikation.
Der AMR26 bleibt nach dem Großen Preis von Ungarn am Sonntag auf der Rennstrecke. Die Mitarbeiter von Honda und Aston Martin können mit dem Einbau beginnen, ohne das Auto bewegen zu müssen. Dieser Zeitplan sieht vor, dass das Kurzstreckenprogramm noch vor der obligatorischen Werkspause abgeschlossen werden kann.
Hondas Wettbewerbsdebüt ist weiterhin für den Großen Preis der Niederlande geplant. Der Einsatz auf dem Hungaroring dient daher als Vorbereitungslauf mit klar definierten Grenzen. Er verbindet das erfolgreiche Wochenende in Ungarn mit dem nächsten geplanten technischen Schritt.
Aston Martin geht mit einem verbesserten Auto und einem überarbeiteten Motor in die Pause. Die Testfahrt am Mittwoch dient als letzter Streckentest vor Werksschluss. In Zandvoort findet dann der erste vollständige Vergleich unter Rennbedingungen statt.
Die Begrenzung des Drehtags sorgt für einen fokussierten Arbeitsablauf
Die Formel 1 erlaubt Filmtage für Werbefahrten unter strengen sportlichen Auflagen. Die Teams verwenden Demonstrationsreifen anstelle der aktuellen Rennreifen. Die verfügbare Distanz ist zudem deutlich kürzer als bei einem normalen Test.

Diese Regeln verhindern, dass Aston Martin den Mittwoch wie ein weiteres Grand-Prix-Training behandelt. Die Ingenieure können kein umfassendes Setup-Programm oder einen langen Reifenvergleich durchführen. Sie können jedoch weiterhin Temperaturen, Kommunikation und grundlegende Leistungsentfaltung überprüfen.
Die bekannte Rennstrecke reduziert die Anzahl der Unbekannten während der Testfahrt. Aston Martin verfügt bereits über aktuelle Informationen zu Streckenbeschaffenheit und Wetter in Budapest. Das Fahrzeug wird dennoch mit anderen Reifen und einem separaten Programm eingesetzt.
Die Mitarbeiter von Honda können die neuen Messwerte mit den vorherigen Spezifikationen vergleichen. Temperaturen und Energieabgabe dienen dabei als wichtigster erster Referenzwert. So lassen sich etwaige Installationsprobleme vor dem ersten Training in Zandvoort beheben.
Der AMR26 verfügt über die komplette Kühl- und Elektroanlage, die im Rennsport zum Einsatz kommt. Der Motorlauf in diesem Fahrzeug prüft nicht nur die Antriebseinheit selbst, sondern auch die Verbindungen zu den Fahrwerksystemen von Aston Martin.
Die kurze Session fügt sich nahtlos zwischen Rennen und Werksstillstand ein. Fahrzeuge, Ausrüstung und Personal sind bereits am Hungaroring vor Ort. Dadurch entfällt eine separate Anreise, und das geplante Debüt im niederländischen Rennsport bleibt erhalten.
Das Update folgt auf eine schwierige erste Hälfte
Aston Martin reiste ohne Punktgewinn aus dem Saisonauftakt nach Ungarn. Das überarbeitete Auto konnte zwar nicht alle Schwächen an einem Wochenende beheben, bot aber im Vergleich zum unteren Mittelfeld eine deutlich bessere Ausgangsposition.
Stroll und Alonso beendeten das Rennen gemeinsam, ohne dass es zu größeren technischen Ausfällen kam. Dadurch konnte das Team die gesamte Renndistanz beider Fahrzeuge erfassen. Honda kann nun den neuen Motor anhand der Daten beider Autos vergleichen.
In Zandvoort wird das Update unter den normalen Wettbewerbsregeln getestet. Training, Qualifying und Rennen bringen unterschiedliche Kraftstoffmengen und Reifenanforderungen mit sich. Der Einsatz am Mittwoch ermöglicht Honda einen kürzeren Systemcheck vor dem Wettbewerbsdebüt.
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