Die Formel 1 ging nach elf Rennen der Saison 2026 in die Sommerpause. Vier erfahrene Journalisten analysierten die Rennen, Fahrer und Teams der ersten Saisonhälfte. Ihre Antworten zeigten weitgehende Übereinstimmung hinsichtlich einiger wichtiger Leistungen.
Barcelona wurde als bisher bester Grand Prix mit der größten Unterstützung gefeiert. Lewis Hamilton gewann dort für Ferrari nach einem spannenden Strategierennen. Das Ergebnis beendete gleichzeitig die bis dahin ungeschlagene Sonntagsserie von Mercedes.
Barcelona verband Geschichte mit einem engen strategischen Rennen
Lawrence Barretto wählte Hamiltons ersten Grand-Prix-Sieg für Ferrari zu seinem Lieblingsrennen. Er hob den Druck, die wechselnde Strategie und Hamiltons Tempo während des gesamten Rennens hervor. Der Sieg war ein Höhepunkt in Hamiltons zweiter Ferrari-Saison.
Chris Medland zog sowohl Kanada als auch Barcelona in Betracht, bevor er sich für das spanische Rennen entschied. In Kanada gab es einen Sprint und einen harten Kampf zwischen den Mercedes-Fahrern. Barcelona hatte jedoch ein höheres Gewicht, da am Sonntag endlich wieder ein anderes Team Mercedes schlagen konnte.
Auch James Hinchcliffe wählte Barcelona und konzentrierte sich auf Hamiltons Rückkehr zum Sieg. Ferrari traf mutige Entscheidungen, während sich die beiden Mercedes ein enges Rennen lieferten. Ein später Ausfall des WM-Führenden sorgte für zusätzliche Spannung im Rennen.
David Tremayne kam aus einer anderen Perspektive zum selben Schluss. Er würdigte Hamiltons Genesung nach einer schwierigen Vorsaison. Vier unterschiedliche Antworten rückten Barcelona somit in den Mittelpunkt der Betrachtung.
Antonelli führte jede Liste der stärksten Fahrer an.
Kimi Antonelli zählte in der gesamten Saison zu den Favoriten der Journalisten. Der Mercedes-Pilot ging als Führender der Meisterschaft in die Pause. Seine Schnelligkeit wurde zudem durch regelmäßige Platzierungen und ein souveränes Rennmanagement unterstrichen.

Barretto wählte Antonelli neben Hamilton und Isack Hadjar als seine Top-Drei. Hadjar hat den zweiten Red-Bull-Platz mit regelmäßigen Top-6-Ergebnissen ausgefüllt. Diese Rolle hatte mehreren früheren Fahrern große Probleme bereitet.
Medland wählte nach einem Vergleich der Ergebnisse mit den Erwartungen vor der Saison dieselben drei Fahrer. Hamilton zeigte im Vergleich zu seiner ersten Ferrari-Saison eine deutliche Leistungssteigerung. Hadjar sammelte Punkte an der Seite von Max Verstappen in einem schwierigen Umfeld.
Hinchcliffe setzte Verstappen anstelle von Hadjar ein. Er merkte an, dass Verstappen die RB22-Position oft höher positionierte als erwartet. Antonelli blieb Nummer eins, da er in seiner zweiten Saison viele anfängliche Zweifel ausgeräumt hatte.
Liam Lawson, der lange unterschätzt wurde, erhielt viel Zuspruch. Er punktete in sechs der sieben Runden vor der Pause. Diese Punkte brachten ihn an Pierre Gasly vorbei auf den neunten Gesamtrang.
Lawson baute seinen Vorsprung auf seinen Racing-Bull-Teamkollegen Arvid Lindblad deutlich aus. Der Rookie zeigte zwar eine starke Geschwindigkeit, doch Lawson konnte an mehr Wochenenden Punkte einfahren. Seine Reaktion folgte auf eine kurze und schwierige Zeit bei Red Bull.
Hinchcliffe hob stattdessen Sergio Perez bei Cadillac hervor. Perez kehrte nach einem Jahr Abwesenheit aus der Formel 1 zurück. Er führte den internen Konkurrenzkampf im neuen Team gegen seinen erfahrenen Teamkollegen Valtteri Bottas an.
Hadjar, Lindblad und Gasly wurden in der Diskussion ebenfalls gelobt. Ihre Leistungen erzielten sie ohne reguläre Podiumsplätze. Die Autoren berücksichtigten Punkte, Qualifying-Zeiten und Vergleiche mit Teamkollegen anstelle von bloßem Ruf.
Williams und Aston Martin werden nach der Pause verstärkt beobachtet.
Williams tauchte immer wieder auf, als die Autoren über Teams unter Druck sprachen. Das Team belegte letzte Saison den fünften Platz, ist aber inzwischen ins hintere Feld abgerutscht. Ein geplantes Baku-Paket ist nun für die Nachwuchsmannschaft von größerer Bedeutung.

Barretto nahm George Russell zudem besonders unter seine Fittiche. Russell ging als Titelfavorit ins Jahr, liegt aber hinter seinem Teamkollegen Antonelli zurück. In Ungarn konnte sich Russell nach einem schwierigen Rennen nur auf den siebten Platz verbessern.
Hinchcliffe entschied sich für Aston Martin, da der Saisonstart weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Das ungarische Upgrade brachte einen sichtbaren Fortschritt. Weitere Fortschritte sind nun für Fernando Alonso, Adrian Newey und das gesamte Projekt von Bedeutung.
Die Analyse wertete ein einzelnes Upgrade nicht als alleinige Lösung. Williams benötigt weiterhin eine solidere Basis, während Aston Martin verlorenen Boden gutmacht. Beide Teams gehen mit bereits sichtbaren Fortschritten in den Neustart.
Die Wahl des Titelverteidigers war eindeutig, aber spätere Siege bleiben offen.
Alle vier Autoren sagten Antonelli den Weltmeistertitel voraus. Er hat sechs Siege eingefahren und einen Vorsprung von fünfzig Punkten auf Hamilton. Die Zuverlässigkeit von Mercedes bleibt jedoch der größte Unsicherheitsfaktor in dieser Position.
Die gewagten Prognosen umfassten eine größere Gruppe von Teams. Barretto erwartet, dass Aston Martin in einem Rennen unter die ersten Fünf kommt. Honda plant eine überarbeitete Antriebseinheit, weitere Fahrwerksarbeiten sind nach der Pause angesetzt.
Medland sagte Siege für McLaren, Ferrari und Red Bull in den verbleibenden Rennen voraus. McLaren hatte vor der Rennpause in Ungarn mit Lando Norris gewonnen. Ferrari hatte mit Hamilton in Barcelona bereits Siegerpotenzial gezeigt.
Hinchcliffe tippte auf einen möglichen Podiumsplatz für Racing Bulls, während Tremayne auf einen weiteren Sieg von Verstappen setzte. Diese Prognosen unterscheiden sich zwar, basieren aber jeweils auf einem bereits absehbaren Ergebnis dieser Saison. Die zweite Saisonhälfte beginnt mit einem klaren WM-Führenden und einer weiter wachsenden Siegergruppe.
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